IHK lehnt Fahrverbote ab

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg lehnt Fahrverbote für die Reuterstraße als unverhältnismäßig ab und plädiert stattdessen dafür, Alternativen zu prüfen. „Die aktuelle Steigerung der Stickoxidbelastung an der Reuterstraße widerspricht dem bundesweiten Trend einer reduzierten Belastung um vier Prozent pro Jahr“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Hubertus Hille: „Wir sollten deshalb die Ursachen dieser Steigerung untersuchen.“ Ein Grund dafür könnten beispielsweise die seit über einem Jahr andauernden Bauarbeiten auf dem Jagdweg sein, die dazu führen, dass die Luisenstraße, in unmittelbarer Nähe zur Messstelle, als Ausweichstrecke genutzt wird.

Aus Sicht der IHK ergibt sich das Stickoxid-Problem vor allem dadurch, dass der Verkehr auf der Reuterstraße nicht ausreichend fließt. Mit Blick darauf schlägt die IHK eine Verkehrssimulation vor, die die Auswirkungen einer zeitabhängigen Richtungszuweisung der vier Fahrspuren überprüft. So könnten die vier vorhandenen Fahrspuren variabel zu unterschiedlichen Zeiten stadteinwärts und/oder stadtauswärts genutzt werden.

„Zwar würde das erhebliche Umwege vieler Verkehre bedingen, möglicherweise aber den Verkehrsfluss und die Luftqualität erheblich verbessern. Fahrverbote würden schließlich auch zu Umwegen führen, daher sollten die Auswirkungen einer zeitabhängigen Spurzuweisung überprüft werden“, so IHK-Geschäftsführer Professor Stephan Wimmers. Die Reuterstraße sei für viele Pendler und Wirtschaftsverkehre die wichtigste Durchgangsstraße. Wimmers: „Sie ersetzt wegen der fehlenden Südtangente die Verbindung von West nach Ost. Damit ist die Reuterstraße die zentrale Verkehrsachse im linksrheinischen Stadtgebiet. Deshalb wäre ein Fahrverbot auf der Reuterstraße für die Wirtschaft nicht hinnehmbar“.

Die von der Stadt angedachten Pförtnerampeln würden zu enormen Rückstaus führen, jedoch vermutlich die Belastung an der Messstelle reduzieren. Die Ampelschaltungen müssten in der Wirkung auf das Straßennetz zuerst überprüft werden. Die Einrichtung einer Umweltspur ist aus Sicht der IHK mangels potenzieller Nutzer (Busse, Elektroautos) nicht sinnvoll und würde zudem die Stauprobleme im Netz weiter erhöhen. Auch mangelt es bisher an ausreichend Park & Ride-Parkplätzen in Bonn/Rhein-Sieg, welche durch eine gute ÖPNV-Anbindung Entlastung auf der Reuterstraße bringen könnten.

„Es müssen nun alle bisher unberücksichtigten Alternativen faktenbasiert untersucht werden. Dazu gehört neben einer Pförtnerampel auch eine zeitabhängige Richtungszuweisung der Fahrspuren“, so Hille.

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Schulnote 3,3 für die Bad Godesberger Innenstadt

Mit der Gesamt-Note 3,3 wird die Bad Godesberger Innenstadt von den Besuchern deutlich schlechter bewertet als vergleichbar große Orte (Durchschnitt 2,5). Bemängelt wurde von den befragten Besuchern unter anderem das allgemeine Flair mit den Gebäuden, Fassaden und Sehenswürdigkeiten, Sauberkeit und Sicherheit sowie das gastronomische Angebot und der Erlebnis- und Unterhaltungswert in der Innenstadt. Die bundesweite Befragung des Instituts für Handelsforschung IFH in Köln zu „Vitalen Innenstädten 2018“ wurde in Bonn von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg als Partner unterstützt. Die Befragung wurde Ende September 2018 zum ersten Mal in Bad Godesberg durchgeführt, während 2014 und 2016 die Bonner Innenstadt befragt worden ist.

„Die Ergebnisse zeigen, dass in Bad Godesberg dringender Handlungsbedarf besteht. Um die Aufenthaltsqualität zu steigern, müssen Gebäude und Fassaden aufgewertet, Plätze, Wege und Grünflächen gepflegt, Sehenswürdigkeiten saniert und sichtbarer werden“, sagte IHK-Geschäftsführer Professor Dr. Stephan Wimmers beim heutigen Pressegespräch in Bad Godesberg. Auch die Sauberkeit und die Sicherheit müssen in der Innenstadt verbessert werden, so Wimmers weiter. Zudem müssten das Zentrum lebendiger und mehr attraktive Veranstaltungen geboten werden. Bei vielen weiteren Beurteilungskriterien erreicht die Godesberger Innenstadt gerade einmal den Durchschnitt vergleichbarer Orte. Dies betrifft die Erreichbarkeit mit dem Fahrrad, die Ladenöffnungszeiten, das Freizeit- und das Dienstleistungsangebot. „Mit einer drei minus als Gesamtnote dürfen wir uns nicht zufrieden geben. Zusätzliche Veranstaltungen und Feste können nur ein Teil zur Lösung sein, wir brauchen aber auch eine bauliche Aufwertung und Begrünung unserer Innenstadt“, so Jürgen Bruder, Vorsitzender des Stadtmarketing Bad Godesberg e.V. Investitionen in die Innenstadt seien notwendig, um den Abstand zu vergleichbaren Orten zu verkürzen. Wimmers: „Die Ergebnisse müssen im weiteren Verlauf des Leitbildprozesses berücksichtigt werden.“ Beim Einzelhandelsangebot wurden insbesondere die Bereiche Unterhaltungselektronik und Wohnen / Einrichten schlecht bewertet. Nur das Angebot bei Lebensmitteln wird besser beurteilt als in vergleichbaren Orten.

Positiv hingegen wurde die verkehrliche Erreichbarkeit mit dem ÖPNV dabei mit einer Durchschnittsnote von 1,9 bewertet. „Die ÖPNV-Erreichbarkeit ist gerade in Zeiten, wo Fahrverbote diskutiert und viele Straßen saniert werden müssen, positiv zu sehen“, sagte Wimmers. Schlechter schnitten bei der Befragung der Kunden in der Innenstadt die PKW-Parkmöglichkeiten mit einer Note von 3,2 ab. Demnach entspricht diese Note dem bundesweiten Durchschnitt der vergleichbaren Orte und ist immerhin besser als der Wert der Bonner Innenstadt in der Befragung 2016. Als Anlass für den Innenstadtbesuch wurden neben dem Einkauf Behördengänge und das Kulturangebot vergleichsweise häufig genannt. Wegen des gastronomischen Angebots kommen im Vergleich mit anderen Orten weniger Besucher in die Godesberger Innenstadt. Folgerichtig erhält die Innenstadt mit Blick auf das gastronomische Angebot nur eine 2,7 (Ortsvergleich: 2,3). Das Durchschnittsalter der Besucher in Godesberg betrug 53 Jahre gegenüber 46 Jahren im Ortsgrößendurchschnitt und 39 Jahren in der Bonner Innenstadt (Zahl von 2016).

Die Befragung wurde an fünf Standorten in Bad Godesberg unter 150 Personen am 27. und 29. September 2018 durchgeführt.

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Sponsoring-Architektur für BTHVN2020 vorgestellt

„Das Beethovenfest 2020 bietet für unsere Unternehmen viele Möglichkeiten sich einzubringen und wird auch die Wirtschaftsregion weiter voranbringen“, blickt IHK-Geschäftsführer Professor Stephan Wimmers voraus. In einer gemeinsamen Veranstaltung der Beethoven Jubiläums gGmbH und der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg im Hotel Collegium Leoninum wurden wichtige Programminhalte und die Leitlinien der Sponsoring-Architektur für das Beethoven Jubiläumsjahr vorgestellt. IHK-Vizepräsidentin und Hoteldirektorin Ruth Maria van den Elzen begrüßte rund 40 Teilnehmer aus Unternehmen in der Alten Kirche im Hotel Collegium Leoninum. Vom Künstlerischen Geschäftsführer der Jubiläums gGmbH, Christian Lorenz, erhielten die Teilnehmer einen Überblick über bereits feststehende Events im Beethovenjahr. Dieses beginnt schon um den Tauftag des Komponisten im Dezember 2019 mit einer deutschlandweiten Öffnung von Privathäusern für Konzertbesucher. Besondere Highlights – um nur einige zu nennen – werden ein Simultankonzert des Beethoven Orchesters Bonn und der Wiener Symphoniker, der Beethoven Pastoral Day, eine musikalische Schiffsreise von Bonn nach Wien und das Abschlusskonzert mit der 9. Symphonie unter der Leitung von Sir Simon Rattle sein.

Insgesamt bietet das Programm vielfältige Möglichkeiten zur Beteiligung von Unternehmen, welche von Ralf Birkner, Kaufmännischer Geschäftsführer der Beethoven Jubiläums Gesellschaft gGmbH, und Dr. Claudia Weller, Leitung Kommunikation, aufgezeigt wurden. Die geplanten Neuerungen im Beethoven-Haus stellte Dr. Nicole Kämpken von der Stiftung Beethoven-Haus vor.

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„Staus sind das Ergebnis jahrzehntelanger Versäumnisse“

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg zeigt sich von der momentan angespannten Verkehrslage in Bonn wenig überrascht. „Nicht erst jetzt zeigt sich, dass insbesondere in Bonn die Verkehrsinfrastruktur seit Jahrzehnten nicht erweitert wurde“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Hubertus Hille. Die nach wie vor fehlende Südtangente, der mangelnde Ausbau bei der Schiene und im ÖPNV sowie fehlende Park-and-ride-Plätze sorgen jetzt dafür, dass die unzureichende Infrastruktur mehr und mehr überlastet wird und an ihre Kapazitätsgrenzen stößt. Hinzu kommt, dass an den bestehenden Straßen der Sanierungsstau aufgeholt werden muss und sich die Baustellen häufen; was Pendler dazu bringt, Alternativen zu suchen. Staus sind dann vorprogrammiert.

 „Und es wird noch schlimmer kommen“, sagt IHK-Geschäftsführer Professor Dr. Stephan Wimmers. „Die bevorstehenden Großbaustellen haben noch gar nicht begonnen“. Auch die Sanierung der Fahrbahndecke auf der Reuterstraße steht an. Vor diesem Hintergrund sei es unverständlich, so Wimmers, dass die Südtangente immer noch nicht geplant werde. Stattdessen werde wieder gewartet, bis das Chaos an der Tagesordnung sei. Deshalb: „Jetzt müssen wir die Weichen für die Zukunft stellen“.

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IHK begrüßt Verzicht auf Fahrverbote

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg begrüßt den von der Bezirksregierung vorgelegten Entwurf des Luftreinhalteplans für die Bundesstadt Bonn, der ohne Dieselfahrverbote auskommt. „Die gemeinsamen Anstrengungen aller Beteiligten machen es möglich, dass auf Fahrverbote in der Bonner City verzichtet werden kann“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Hubertus Hille: „Wir sind optimistisch, dass sich das Verwaltungsgericht Köln in seiner Sitzung am 8. November dieser Auffassung anschließt.“

Demnach können die gesetzlichen Grenzwerte durch ein Maßnahmenbündel eingehalten werden. „Der natürliche Austausch der Kfz-Bestände, die verpflichtenden Software-Updates, die Rückkaufprämie, die Nachrüstung der Euro-5-Busse der SWB mit SCRT-Filtern sowie die Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Förderprogramm „Emmissionsfreie Innenstadt“, dem Förderprogramm „LeadCity“ und des Masterplans zur Luftreinhaltung werden in Bonn ihre Wirkung entfalten“, so IHK-Geschäftsführer Professor Stephan Wimmers.

Im nächsten Schritt entscheidet das Verwaltungsgericht Köln darüber, ob die von der Bezirksregierung aufgezeigten Maßnahmen ausreichend sind. Insofern bleibt es weiter unsicher, ob ein Fahrverbot in Bonn eingeführt wird oder nicht. Zudem ist zurzeit noch nicht klar, ob in Köln Fahrverbote eingeführt werden. Wimmers: „Das würde viele Pendler aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis und die regionale Wirtschaft hart treffen. Von Entwarnung kann jetzt also noch keine Rede sein. Dennoch sind die Aktivitäten der Stadt Bonn mit Unterstützung durch den Rhein-Sieg-Kreis sowie die Aufstellung des Plans durch die Bezirksregierung hilfreich.“

IHK-Hauptgeschäftsführer Hille: „Ein Dieselfahrverbot könnte unsere Region schwerlich verkraften. Zulieferer, Abholdienste und viele weitere Dienstleister könnten ihre Leistungen nur unter erschwerten Bedingungen erbringen. Ferner würde es zu erheblichen Beeinträchtigungen bei den Pendlern führen. Ein sofortiger Umstieg vieler Pendler auf den ÖPNV scheitert an den nicht vorhandenen Kapazitäten vor allem in den Stoßzeiten. Hier müssen wir aber in Zukunft alle Verkehrsträger besser aufeinander abstimmen, um die Schadstoffwerte weiter zu reduzieren. Wir benötigen einen Mix aus motorisiertem Individualverkehr, einem stärkeren und besseren ÖPNV und Fahrradverkehr, wozu das jetzt eingeführte Leihsystem einen ersten Beitrag leisten kann.“

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„Bahnübergang Weck-Werk muss offen bleiben“

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg spricht sich erneut für die Offenhaltung des Bahnübergangs am Weck-Werk aus. „Angesichts der bevorstehenden Baumaßnahmen durch Straßen NRW (Tausendfüßler, Nordbrücke, Südbrücke) und durch die Stadt Bonn (z. B. Reuterstraße) brauchen wir dringend unsere bestehenden Verkehrsverbindungen“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Hubertus Hille: „Deshalb darf der Bahnübergang am Weck-Werk in Duisdorf keinesfalls geschlossen werden; dies wäre in der momentanen und zukünftigen Verkehrssituation im Bereich Bonn-Duisdorf/Alfter kontraproduktiv.“

Die Deutsche Bahn beabsichtigt die Schließung des Bahnübergangs. „Zurzeit können die ansässigen Betriebe gerade durch den Bahnübergang vor allem mit großen LKWs gut beliefert werden und auch ihre Waren abtransportieren", sagt IHK-Geschäftsführer Professor Dr. Stephan Wimmers: „Ein Wegfall des Übergangs macht die verbleibenden Zuwege zum Nadelöhr und bringt auch neue Belastungen für die Anwohner." Ferner seien die alternativen Wege auch nicht gut für LKWs befahrbar. Beispiele dafür sind die Bahnhofstraße mit den auf die Straße ragenden Ästen sowie der Kreisel an der Alfterer Straße. Deshalb sollte der Bahnübergang aus Sicht der regionalen Wirtschaft offen bleiben.

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Experten diskutieren über die Zukunft des ÖPNV

Der öffentliche Personennahverkehr steht vor großen Herausforderungen. Jahr für Jahr steigen die Zahlen der Fahrten mit Bussen und Bahnen. Zudem ziehen immer mehr Menschen in die großen Städte und deren Randgebiete, so dass die Auslastung der Schienenwege und Straßen weiter zunehmen wird. Die Menschen im Rheinland fordern ihr Recht auf zukunftsfähige und möglichst komfortable Mobilität ein. Gleichzeitig müssen die Schadstoff- und Emissionsbelastungen verringert werden. Bei der vom Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) und dem Nahverkehr Rheinland veranstalteten ersten Mobilitätskonferenz stand daher die „Zukunft des ÖPNV in der Metropolregion Rheinland“ im Fokus. In Kooperation mit den Verkehrsverbünden AVV und VRR sowie der Metropolregion Rheinland und den sieben rheinischen Industrie- und Handelskammern (Aachen, Bonn/Rhein-Sieg, Düsseldorf, Duisburg, Köln, Mittlerer Niederrhein und Wuppertal-Solingen-Remscheid) wurde die Mobilitätskonferenz ins Leben gerufen, um vor etwa 200 Gästen unter anderem über neue Mobilitätsformen wie autonomes Fahren, die kommenden Änderungen der Mobilität durch die Digitalisierung und den Infrastrukturausbau im Zeitalter der Digitalisierung zu informieren und zu diskutieren. Ebenfalls standen Themen wie das elektronische Ticket sowie die multimodale Mobilität im Fokus.

Für Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer des VRS und des NVR, besteht kein Zweifel daran, dass ein reiner Wechsel der Antriebstechnik oder die vollständige Automatisierung der Verkehre zu kurz gegriffen sind: „Es wird vor allem um eine Vernetzung der Mobilitätsangebote gehen. Ein besonderes Augenmerk legen wir bei den Pendlern auf die letzte Meile zum Arbeitsplatz, auf der beispielsweise Bike Sharing oder autonome Fahrzeuge wichtige Ansätze sind.“

Prof. Dr. Stephan Wimmers, Geschäftsführer der Industrie und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg, betonte: „Beim Thema Verkehr der Zukunft müssen wir uns darauf einstellen, dass das betriebliche Mobilitätsmanagement und Initiativen der Unternehmen eine immer größere Rolle bei der Bündelung der Pendlerströme spielen werden. Es wird nicht die eine Lösung für die Herausforderungen der Zukunft geben.“

Dr. Ernst Grigat, Geschäftsführer des Metropolregion Rheinland e.V., ergänzte: „Wir müssen stets darauf achten, dass die Planungen regional übergreifend sind. Dazu stimmen wir uns eng  mit den Verkehrsverbünden ab. Wir benötigen für die Metropolregion Rheinland einen weiteren Ausbau der Kapazitäten.“

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Wirtschaft soll entfesselt werden

Zufrieden ist die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg mit der Verabschiedung des ersten Entfesselungspakets durch die Landesregierung in Düsseldorf. Mit der Aufhebung der Hygieneampel und der Neufassung des Ladenöffnungsgesetzes setzt die Regierung um Ministerpräsident Armin Laschet laut IHK wichtige Impulse zur wirtschaftlichen Stärkung der Region Bonn/Rhein-Sieg. Gleichzeitig enden somit jahrelange Debatten zu den genannten Gesetzen.

Im Mittelpunkt des Entfesselungspaket I steht die Novellierung des Ladenöffnungsgesetzes Nordrhein-Westfalen, da sich die alte Regelung aus dem Jahr 2012 als nicht praktikabel erwiesen hat. Immer wieder scheiterten zuletzt geplante Sonntagsöffnungen kurzfristig oder wurden beklagt. „Mit dem neuen Entwurf erhalten die Kommunen nun eine belastbare Grundlage, um die Ausnahme für die Sonntagsöffnungen zu formulieren und so zur Stärkung der Innenstädte und des stationären Handels beizutragen. Die IHK ist erleichtert, dass die Landesregierung mit dem „Entfesselungsgesetz“ nun Rechts- und Planungssicherheit geschaffen hat“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Hubertus Hille. Damit sich die neuen Regelungen in der Praxis bewähren können, bedürfe es allerdings weiterer Hilfestellungen für die Akteure vor Ort. Neue Impulse für die Debatte hatte ein von IHK NRW in Auftrag gegebenes Gutachten von Professor Dietlein, Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Verwaltungslehre an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, gebracht.

Das neue Kontrollergebnis-Transparenz-Gesetz („Hygieneampel“) stand bei kleinen und mittleren Unternehmen aufgrund ihrer Regelungsdichte in der Kritik. „Die Behörden verfügen bereits über Maßnahmen, um eine Gesundheitsgefährdung auszuschließen. Die nun abgeschaffte Hygieneampel bot in der Hinsicht keinen Mehrwert für Kunden“, so IHK-Geschäftsführer Professor Dr. Stephan Wimmers: „Mit der Rücknahme können nun bürokratische Hürden verringert bzw. vermieden werden.“

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Digital-Macher bringen Bonn/Rhein-Sieg und Deutschland voran

Die IHK-Initiative „We do digital“ geht in die zweite Runde. Digitale Unternehmen aus dem Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg können sich bis zum 14. Mai bewerben. Start-ups sowie kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern können ihre Erfolgsstory unter der Adresse www.WeDoDigital.de einreichen. Die Gewinner werden am 12. Juni 2018 auf der CEBIT in Hannover ausgezeichnet.

„Deutschland digitalisiert sich“, sagt IHK-Geschäftsführer Professor Stephan Wimmers: „Die Initiativen vor Ort – etwa auch bei unserem Digital Hub Region Bonn – zeigen, wie: Das Spektrum reicht vom Betrieb, der Kinder zu Spielzeugdesignern macht, über den Unternehmer mit E-Learning-Plattform für Speditionen bis hin zum Erfinder einer App für die ganzheitliche medizinische Versorgung. Die Vielfalt der digitalen Geschichten und die Kreativität der Menschen in Deutschland sind beeindruckend. Im vergangenen Jahr nahmen 262 Unternehmen aus 147 Orten in Deutschland an unserer Initiative teil. Ich hoffe, dass auch 2018 wieder viele Unternehmen mitmachen.“

„Menschen, die über ihre Erfahrungen in der Praxis erzählen, können Abstraktes in Konkretes verwandeln. In der digitalen Welt stehen Unternehmen oft vor ähnlichen Herausforderungen. Gute Lösungsansätze bei Themen wie IT-Sicherheit, Qualifizierung der Mitarbeiter oder Finanzierung können anderen Unternehmen Mut machen. Die Initiative „We do digital“ eröffnet Betrieben die Chance, selbst einen wichtigen Beitrag zur digitalen Transformation in Deutschland zu leisten. Wir als IHK-Organisation können dies durch unsere regionale Verankerung exzellent unterstützen“, stellt IHK-IT-Berater Heiko Oberlies fest.

Nähere Informationen gibt es bei IHK-Ansprechpartner Heiko Oberlies, Telefon 0228/2284-138, Fax 0228/2284-221, E-Mail oberlies@bonn.ihk.de.

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Region steuert auf Übernachtungsrekord zu

Die Tourismusunternehmen in der Region Bonn/Rhein-Sieg sind mit der aktuellen Situation zufrieden. Das hat die aktuelle Tourismusumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg unter 663 Unternehmen aus den Branchen Gastgewerbe und Reisegewerbe (Reisebüros, Reiseveranstalter, Personenbeförderung, Event etc.) ergeben, von denen 93 Unternehmen (14 Prozent) geantwortet haben. Über 50 Prozent der Unternehmen bewerten demnach ihre derzeitige Lage als gut. Lediglich zehn Prozent der Betriebe beurteilen ihre Lage als schlecht. „Die Region Bonn/Rhein-Sieg steuert bei den Übernachtungszahlen (2,9 Millionen in 2016) in 2017 auf oder über die Drei-Millionen-Marke zu“, erläutert IHK-Geschäftsführer Professor Dr. Stephan Wimmers. So geben dann auch 50 Prozent der Betriebe im Gastgewerbe an, dass ihre Auslastung gestiegen ist. Wimmers: „In der Lagebeurteilung spiegelt sich teilweise die gute Auslastung im Monat November durch die COP 23 wider, wobei der November ohnehin ein guter Tagungsmonat ist.“

Für die kommenden Monate erwarten 30 Prozent der Unternehmen eine günstigere Geschäftsentwicklung. Mehr als die Hälfte der Unternehmen rechnet in den kommenden Monaten mit gleichbleibenden Geschäften. Gut 14 Prozent befürchten Einbußen. Wimmers: „Der IHK-Bezirk ist keine Wintertourismusregion und dementsprechend gehen die Erwartungen der Unternehmen moderat zurück.“ Nach wie vor sei die Auslastung vieler Hotelbetriebe insbesondere an den Wochenenden ausbaufähig. So liegt dann auch der Geschäftsklimaindex im Tourismusgewerbe mit 127,4 leicht unter dem Index der Gesamtwirtschaft im IHK-Bezirk (129).

Insgesamt beabsichtigen wie im letzten Jahr 90 Prozent der Unternehmen, in den kommenden Monaten zu investieren. Aber nur 17 Prozent werden in den kommenden Monaten mehr investieren (Vorjahresumfrage 28 Prozent). Gut 53 Prozent werden ihre Investitionsausgaben nicht verändern und rund 20 Prozent werden weniger investieren. Hauptmotiv für die Investitionen ist vor allem im Gastgewerbe die Modernisierung.

Mit Blick auf die Risiken für die Geschäftsentwicklung nennen rund 57 Prozent der Unternehmen den Fachkräftemangel. Wimmers: „In der Region wird es zunehmend schwerer, qualifizierte Fachkräfte zu finden, so dass der weitere Ausbau der Tourismus- und Kongressaktivitäten dadurch behindert wird. Unter dem Fachkräftemangel leiden sowohl bestehende als auch neueröffnete Betriebe.“ In den Arbeitskosten sieht wie in der Vorumfrage mehr als die Hälfte der Betriebe hohe Risiken. Insbesondere der Mindestlohn und die damit verbundenen Auflagen erschweren es den Unternehmen, ihre Kosten zu stabilisieren. Aufgrund des harten Preiswettbewerbs können Kostensteigerungen kaum an die Kunden weiter gegeben werden. Weiter nennen die Unternehmen (33 Prozent) die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen als Risiko. Besonders im Reisegewerbe bereitet den Unternehmen die Pauschalreiserichtlinie erheblich Sorgen. Im Gastgewerbe stellen auch die Energiekosten ein erhebliches Risiko dar.

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